Natürlich mähe ich Wege durch meinen Garten, aber ich lebe ja mit freien Hühnern zusammen. Mit “frei” meine ich, dass sie jederzeit das Grundstück verlassen könnten, wenn sie wollten – ganz manchmal tun Einzelne das auch, kehren aber schnell zurück.
Wir beobachten vor allem in der warmen Jahreszeit, wo die meisten Mahlzeiten im Freien stattfinden, unsere Hühner unentwegt (aufs Bild klicken für Filmchen), und ich lerne dabei unendlich viel.
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Zum Beispiel, wie viel Nahrung eine ungemähte Wiese nicht nur Insekten, sondern auch den Hühnern bietet: Gerammelt voll mit kleinen und offenbar sehr leckeren Grassamen, saftigen Kräutern und Blütenblättern…
Ich hatte ja keine Ahnung, WIE weitgehend Hühner sich von solchem Grünzeug ernähren, wenn sie die Möglichkeit haben, weil sie nicht eingesperrt sind.
Sie könnten problemlos das im Stall bereitstehende Körnerfutter fressen (und tun das auch, in Maßen), aber dort halten sie sich ausschließlich nachts auf, selbst bei starkem Regen ziehen sie es vor, sich unter einer Hecke zu verkriechen.
Jetzt sind gerade die Blaubeeren reif, und da kann man die Hühner springen sehen. Wenn ich fürs Frühstück Beeren pflücke, beobachten die Hühner mich ganz genau, denn manchmal fällt mehr oder weniger absichtlich eine Beere herunter.
Die Zufriedenheit und vertrauensvolle Gelassenheit meiner Hühner bringt auch mich diesem Zustand immer wieder näher.

