Stirbt die Erde? Teil 4: Die Maschinisierung des Lebendigen

Das wäre so unendlich traurig!

Teil 4 des Gespräches von Dagmar Neubronner mit Claudia von Werlhof über Ursachen und Hintergründe für den desaströsen Zustand unseres Planeten, Mutter Erde oder Gaia. In diesem Teil geht es vor allem um den Versuch der Herrschenden, die lebendige Schöpfung durch eine „bessere“ von Maschinen und künstlicher Intelligenz zu ersetzen. Claudia von Werlhof führt dies auf einen „Gebärneid“ der Männer zurück, der in die Illusion führt, „man“ könne eine bessere Natur erschaffen, eben die Maschinenwelt.

Für mich ist diese Annahme auch wieder aus biologischer Sicht schwer nachzuvollziehen. Wenn ein Lebewesen sich so entgegen dem verhält, was ihm und der Spezies nutzt , steckt im Normalfall ein Parasit dahinter, und hinter den Kulissen sind Claudia von Werlhof und ich in reger Diskussion. Sie möchte das Thema „Sind wir Objekte eines parasitären Befalls oder auch einer Kolonialisierung durch nichtmenschliche Kräfte“ nicht erwähnt wissen, auch nicht, um klar dagegen Stellung zu beziehen. Schade!

Stirbt die Erde? Teil 3

Filmtechnisch keine Perle – aber interessant!

Im dritten Teil unseres Gesprächs skizziert Claudia von Werlhof, dass es aus Sicht der Patriarchats- und Frauenforschung die Verschiebung vom Leben im Einklang mit der Natur hin zu einem Beherrschenwollen aufgrund von Notsituationen und Migrationsbewegungen im Anschluss an Naturkatastrophen kam. Denn meine Frage war: Wie kommen denn Menschen eigentlich dazu, so schrecklich von sich selbst und Mutter Erde abgespalten zu sein, um so zerstörerisch zu handeln? Denn nur wenn wir die Ursache verstehen, können wir ja etwas ändern. Ich weiß nicht, ob mir diese Erklärung reicht, denn aus biologischer Sicht ist es merkwürdig, dass eine Spezies plötzlich beginnt, sich immer umfassender gegen ihre eigenen Interessen zu verhalten.

Mein Live-Stream zum Thema Angst und Ängste

Was ist gesunde Angst, und wofür sind „grundlose“ Ängste ein Signal? Warum sollten wir aufhorchen, wenn ein Kind „nie“ Angst hat? Wie gehen wir am besten mit den Ängsten unserer Kinder um – und mit unseren eigenen?

Das waren so in etwa die Themen dieses Livestreams. Ich finde es so wichtig, dass wir uns klarmachen, wie wichtig es ist, dass wir und unsere Kinder in der Lage sind uns „alarmiert“ zu fühlen. Denn vieles, was wir Erwachsenen aufgrund unserer größeren Erfahrung als „grundlose Angst“ abtun wollen, ist für ein Kind eben neu, fremd und damit instinktiv alarmierend.

Natürlich kann so ein Angsthäschen anstrengend sein, und wenn aus Ängstlichkeit neurotische Zwangsvorstellungen und Zwangshandlungen werden, sollten wir das genau beobachten und versuchen, unserem Kind wieder mehr Sicherheit zu geben. Denn neurotische Ängste entstehen, wenn die wahre Ursache des Alarms zu bedrohlich ist und ausgeblendet wird. Aber…

Angsthasen leben länger

Weit mehr Anlass zur Sorge sollte es sein, wenn ein Kind „nie“ Angst äußert, sondern blindlings in alle Situationen reinstolpert oder sich sogar von Gefahren und Tabus angezogen fühlt. Denn wer keine angst spürt, lebt gefährlich. Situationsbezogene Angst ist ein wichtiges Warnsignal, und neurotische Ängste sind zwar lästig und einschränkend, können aber leichter aufgelöst werden als Panzerungen und Gefühlstaubheit.

Mehr dazu in der Aufzeichnung des Livestreams.