Missbrauch hoch 3

Mein neues Buch „Missbrauch hoch drei“ – Heilung und Intergration extremer Missbrauchserfahrungen

Zwei Frauen und ein Mann erzählen, was ihnen geschehen ist, als sie Kinder waren, und wie sie damit umgehen.
Alle drei konnten sich äußerlich und innerlich befreien, führen heute ein erfülltes, erfolgreiches Leben und sind auch therapeutisch tätig. Die körperlichen und seelischen Spuren ihrer Erfahrungen bleiben präsent. In diesem Buch schildern Angela, Dominico und Anna, welche Folgen das Erlittene hatte und wie jeder von ihnen die eigenverantwortlichen Prozesse von Verarbeitung und Heilung bewerkstelligt.
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Angela war, beginnend zehn Tage nach ihrer Geburt, ihre Kindheit und Jugend hindurch ständigem brutalem Missbrauch durch ihren leiblichen Vater ausgesetzt.Anna wurde von ihrer Mutter vertraglich an ihren Stiefvater überschrieben und durchlief ein sadistisches Programm von Misshandlung, Gehirnwäsche, Folter, Vergewaltigung und der Beteiligung an blutigen Geheimritualen.
Dominico war Teil eines militärischen Programms zur Bewusstseinskontrolle; die Rahmenbedingungen für sein Leben, sein Umfeld und die mit seinem neunten Lebensjahr beginnende extreme sexuelle Misshandlung und Abrichtung zur konditionierten Kampfmaschine waren schon vor seiner Geburt festgelegt worden.

Mein Vorwort als Herausgeberin dieses meiner Meinung nach sehr wichtigen Buches:
„Das Anliegen dieses Buches ist, den vielen Menschen, die Vergleichbares erlebt haben, Mut zu machen und ihnen Wege zur Heilung aufzuzeigen.
Die drei Autoren haben viele Jahre lang Furchtbares erlitten. Trotzdem führen sie heute ein erfülltes, erfolgreiches Leben und sind therapeutisch tätig. Die körperlichen und seelischen Spuren ihrer Erfahrungen bleiben präsent. In diesem Buch schildern Angela, Domenico und Anna, welche Folgen die Traumatisierungen hatten und wie jeder von ihnen die eigenverantwortlichen Prozesse von Verarbeitung und Heilung bewältigt.
Namen, Orte und manche irrelevanten Details wurden zum Schutz der Autoren und ihres Umfeldes verändert. Die Berichte von Angela und Domenico wurden von mir anhand mündlicher Interviews niedergeschrieben, den Bericht von Anna habe ich stilistisch überarbeitet. Die drei sind mir persönlich gut bekannt, und ich bin sicher, dass ihre Darstellungen der Wahrheit entsprechen.
Manche Passagen sind für jemanden, der von diesen Dingen bisher nichts wusste, sicherlich sehr herausfordernd und grauenerregend zu lesen. Aber das, was hier erzählt wird, geschieht weltweit seit Jahrtausenden. Wir müssen uns der Wahrheit stellen, um sie verändern zu können.“

Und mein Nachwort:
„Entwicklungspsychologie und Bindungsforschung befassen sich damit, was unsere Kinder brauchen, um ihr Potenzial als menschliche Wesen – und ihre Humanität –[nbsp] voll entfalten zu können.
Wenn man die Berichte von Angela, Domenico und Anna aus dieser Perspektive liest, gewinnt man den Eindruck, dass die verbrecherischen Kräfte, denen sie ausgesetzt waren, die entwicklungspsychologischen Bedürfnisse von Kindern sehr genau kennen – und systematisch alles tun, um sie NICHT zu erfüllen.
In den Schilderungen wird immer wieder deutlich, was die entwicklungspsychologische Forschung seit langem weiß und was jeder von uns intuitiv spürt: Die stabile Vertrauensbeziehung zu fürsorglichen Erwachsenen ist entscheidend für das Selbstvertrauen und die Lebenskraft von Kindern. Vor diesem Hintergrund ist es besonders wichtig, dass wir liebevoll und in wacher Verantwortung selbst mit unseren Kindern zusammenleben, anstatt sie immer früher kollektiven Institutionen zu überlassen. Es sollte uns auch stutzig machen, wie sehr gewaltbetonte, nicht auf der liebevollen Partnerschaft zweier gleichberechtigter Erwachsener beruhende Varianten von Sexualität in unserer Gesellschaft medial betont und zur Normalität erklärt werden. Weiter erhebt sich die Frage, warum unsere Kinder im Rahmen der sexuellen Früherziehung schon in Kindergarten und Grundschule obligatorisch mit verschiedensten sexuellen Praktiken vertraut gemacht und weit vor der Pubertät zu sexuellen Handlungen ermutigt werden sollen. Man könnte sogar darüber nachdenken, warum die Mode inzwischen Männer wie Frauen ermutigt, durch Abrasieren der Achsel- und Schambehaarung den Unterschied zwischen Erwachsenen und Kindern auch optisch immer mehr zu verwischen.
Nur wenn wir hier aus unserer unzeitgemäßen Ahnungslosigkeit und Naivität aufwachen, auch bestürzende Aspekte unserer Realität endlich zur Kenntnis nehmen und auf dieser Grundlage verantwortlich handeln, können wir unsere Kinder wirkungsvoll schützen.
Hierzu will dieses Buch einen Beitrag leisten.“

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